Liebe Mitglieder, liebe Freunde,


für alle, die nicht dabei sein konnten: bis in den frühen Morgen haben wir ein heiteres, sehr harmonisches Fest gefeiert und viele Komplimente dafür bekommen.


Bevor ich etwas vom Programm erzähle möchte ich an dieser Stelle in aller Namen Tatjana und Dieter Pfennig einen riesiges Danke sagen. Viele Stunden waren sie am Festtag auf den Beinen und hinter den Kulissen und haben geplant, organisiert, geschleppt und eingeteilt, eine ungeheure auch körperlich anstrengende Leistung. Ohne ihren umsichtigen und aufopferungsvollen Dienst, nicht nur am Festabend, hätten wir ein solches Fest nicht feiern können.


Die Raduga Tänzer und Tänzerinnen hatten Schwierigkeiten mit dem glatten Parkett auf der Bühne, haben aber dennoch wunderschön getanzt in überraschenden Kostümen.


Das Essen war von vorzüglicher Qualität und mehr als ausreichend, Tatjana Pfennig konnte sogar noch mit vollen Händen austeilen zum Schluss.


Die Hip Hop Tänzerinnen zeigten uns was wir Frauen an Verführungskünsten alles so in petto haben, die Gruppe "Büffel" entfachte mit den artistischen Vorführungen, die sich Breakdance nennen, wahre Begeisterungsstürme.


Die Vorführungen dieser beiden Gruppen waren ein Geschenk der Elterninitiative an uns.


Herr Becker zeigte per Power Point die Entstehung der Gesellschaft und ihre Weiterentwicklung bis heute, sehr interessant für alle Fremden, aber auch für die Mitglieder, die erst später dazu gekommen sind.


Unsere Irkutsker Freunde sangen auf bekannte Volksliedmelodien witzige deutsche Texte, Herr Kaschin und ich pflanzten als Zeichen der Freundschaft zwei Rosenstöckchen, weiß und rot, die zum 30. Jahrestag dick und stark heran wachsen sollen.

 

Bild: siehe Artikel "Pforzheimer Zeitung"


Vera Salnikov, 13 Jahre, und Arseny Mironenko,10 Jahre, tanzten, sie zart und hingebungsvoll, er steppte wie ein kleiner Tausendsassa. Allein bei Lisa Sobol, 8 Jahre, gab es Tränen. Als kleiner Cowboy kostümiert, musste sie auf den Tanz verzichten, weil die Musik dazu unauffindbar war.


Als 7 freiwillige Schauspieler gesucht wurden, da konnten wir sehen, wer Mut hat, unvorbereitet auf der Bühne zu stehen. Wir sahen die Erstaufführung des deutsch-russischen Stücks: "Rübchen". Igor Senkov überzeugte in der Charakterrolle des "Rübchen", das unheimlich fest in der Erde verwurzelt ist. Franz Josef Leicht, interessant kostümiert und mit nacktem Bein, spielte den leichtfüßigen Alten, aber eben schon zu kraftlos, das "Rübchen" aus der Erde zu ziehen. Evgenij Masterskich füllte die Rolle der Babchen (Großmutter) gekonnt aus. Er sollte öfter mit Kopftuch gehen, es steht ihm. Aber auch mit ihrer (seiner)Hilfe konnte das "Rübchen" nicht aus dem Boden befördert werden. Die Enkelin, Ira Masterskich, tänzelte herbei, ein schickes weißes Etwas auf den Locken, doch, mitnichten, das "Rübchen" trotzte den Anstrengungen der drei. Dr. Huber als grimmiger Hund hat die Rolle seines Lebens gefunden, erstaunlich, wozu Akademiker fähig sind. Sein Knurren und Zähnefletschen erzeugte spontane Ängste. ... Aber kein "Rübchen" bewegte sich auch nur einen Zentimeter aus der Erde. Fast schwerelos schnurrte Tatjana Schill als Kätzchen herbei, sich elegant in den Hüften wiegend und mit dem Schwänzchen tändelnd. Auch das Kätzchen half ziehen - wiederum ohne Erfolg, aber begleitet, wie alle anderen Akteure, von amüsierten bis begeisterten Lachern. Und nun geschah die Wende: als süße kleine Maus mit runden Öhrchen piepste Manfred Becker hüpfend auf die Bühne: ohne mich geht nichts, ohne mich geht nichts. ... und tatsächlich, erst jetzt gelang es das "Rübchen" aus dem Boden zu ziehen, wobei durch die riesige Anstrengung alle die größte Mühe hatten auf den Beinen zu bleiben. Donnernder Applaus brach sich Bahn ...


Außer diesen wunderschönen Geschenken, die nur per Erinnerung und Foto bewahrt werden können, schenkten die Freunde ein riesiges leinernes Tischtuch. In der Mitte die Wappen unserer Städte gestickt und darunter und darüber im Wechsel die Namen der Mitglieder unserer beiden Gesellschaften, der Russisch-Deutschen aus Irkutsk in rot gestickt und der Deutsch-Russischen aus Pforzheim in blau gestickt. Als ich das Tuch betrachtete ist mir für einen Augenblick doch die Stimme weggeblieben vor dem Symbolgehalt dieses Geschenks und jetzt beim schreiben kommen mir die Tränen.


Herzlich grüßt Euch alle, Ingeborg Weber

 

 

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